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Die Wege zwischen Goethes Wohnhaus und Schloß Ettersburg führten durch die Stadt und über den Ettersberg. Spätere Ereignisse hinterließen an den Wegen ihre Spuren, sie sind nicht nur an markierten Gedenkstellen ablesbar. Die „Goethe-Eiche“ erinnert daran, daß der Kutschweg auch durch das Gelände führte, auf dem später das Lager stand.

Auf dem Ettersberg bilden einige der zahlreichen Erdfälle malerische Waldteiche. Andere wurden von der SS als Massengräber benutzt, sie bilden heute die Ringgräber des Mahnmals. Der gefürchtete Steinbruch von Buchenwald muß heute von Schafen vor dem Überwachsen bewahrt werden.

In den Gustloff-Werken neben dem Lager mußten tausende Häftlinge für die Rüstung arbeiten. 1943 wurde die Buchenwaldbahn unter großen Opfern von Häftlingen erbaut. Die Bahn diente auch dem KZ für Transporte der Gefangenen. Die Schienen wurden ab 1954 demontiert. Dämme, Waldschneisen und einige Gleise in Buchenwald erinnern noch an die Strecke.

Ab 1937 mußten Häftlinge das KZ Buchenwald auf der Nordseite des Ettersberges errichten. Bis 1945 starben hier etwa fünfzigtausend Gefangene, im sowjetischen Lager von 1945 bis 1950 starben über siebentausend.

Vom bevorzugten Jagdgebiet des Adels wurde der Ettersberg zum militärischen Übungsgelände. Ab 1935 entstanden Kasernen und Schießplätze. Von 1945 bis 1992 wurden die Militäranlagen von den sowjetischen Truppen benutzt. Die zerschundenen Flächen stehen heute unter Naturschutz.

Zahlreiche Dörfer bilden eine Ring um den Ettersberg. Denkmäler und Zeichen verschiedener Art geben Auskunft über Zeitgeist und Ereignisse. Die unmittelbare Nähe Buchenwalds bewahrt nicht vor Gedankenlosigkeit.

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