Berkenbrueck

Berkenbrück bei Fürstenwalde, Siedlung Rother Krug 9, heute Jugendherberge.

Im Herbst 1932 ziehen Ditzens von Neuenhagen nach Berkenbrück in der Nähe von Fürstenwalde. Aber die Hoffnung auf ein andauerndes Glück erfüllt sich in Berkenbrück nicht. Nach einem ersten brutalen Zusammenstoß mit den neuen Machthabern in Deutschland und nur mühsam erreichter Befreiung aus SA-Gefängnishaft flieht Rudolf Ditzen im Frühjahr 1933 aus dem Haus an der Spree und erleidet einen Nervenzusammenbruch. Suse bringt von den erwarteten Zwillingen nur ein Mädchen zu Welt.

Zitate
„Von der Diele geht eine kleine Treppe auf den großen Boden, da ist für den Sommer noch etwas Herrliches für den Vater: ein kleines Turmzimmer, in dem er arbeiten kann, mit dem Blick auf die Spree und Wälder, Wälder, Wälder bis zu den Rauener Bergen.“
(Brief an die Eltern, September 1932)

„Die Tage gingen dahin und wurden zu Wochen und Monaten; wir fühlten uns immer wohler in der Villa an der Spree. Unser dreijähriger Sohn Uli jubelte jedem Schleppdampfer zu, der fast unter den Fenstern lange Reihen von Zillen, dicken, schwarzen Dampf ausstoßend, Berlin zuschleppte.“
(„Osterfest 1933 mit der SA“, 1944)

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