Fallada in Berlin Schöneberg

Hans Fallada Wohnung Berlin Schöneberg

Berlin-Schöneberg, Meraner Straße 12. In der Schöneberger Wohnung seiner Frau Ulla erfährt Hans Fallada im Herbst die Verzweiflung und Ausweglosigkeit der Menschen in der Trümmerstadt Berlin als eigene Not.

Zitate
„Der Wind läßt manchmal das schlecht gespannte Zellophanpapier im Fensterrahmen knattern, im ausgebrannten Hofgebäude schlägt eine Tür. Immerfort sind geheimnisvolle Geräusche draußen. Rieselnder Schutt – ? Ratten, die in den Kellern nach Schrecklichem suchen – ? Eine zerstörte Welt, die wieder Aufzubauen jeder Wille, jede Hand benötigt wird.“

„Durch das offene Fenster kamen Herbstsonnenschein und frische Luft von der Straße herein, die Kinder lärmten fröhlich draußen bei ihren Spielen. Doll war nicht fröhlich, er war sehr müde und völlig hoffnungslos. Dazu quälte ihn der Hunger. Das letzte Stück Brot war längst aufgegessen. Sie hatten nicht mehr.“
(„Der Alpdruck“, 1947)

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