Gudderitz-Ruegen

Gudderitz auf Rügen, Gutshof von l.Kagelmacher, heute Wohnhaus.

Nach verschiedenen Arbeitsstellen in Pommern (u.a. Labes, Stolp, Schivelbein) arbeitet Rudolf Ditzen in den Jahren 1921 und 1922 bei seinem Freund Kagelmacher, der inzwischen in Gudderitz eine Gutswirtschaft übernommen hat. Ditzen führt in dieser Zeit längst das Doppelleben eines Gutsbeamten, der sich nach der Freiheit des Schriftstellers sehnt. Die Landschaft auf Rügen wird später in seinen Büchern wiederzufinden sein.

Zitate
„Wie als das Haus nun aber auch sein mag, ob vierhundertsechzig oder ob sechzig Jahre, jedenfalls stammt es noch mit seinen drei Stuben für eine ganze Bauernfamilie aus einer sehr anspruchslosen Zeit…“ „Der Hof lag in dem sonst hier flachen Lande auf einer leichten Anhöhe, nicht höher als etwa ein umgekippter Suppenteller. Aber diese geringe Erhöhung genügte doch, um den Blick auf das Wasser nach fast jeder Himmelsrichtung frei zu machen. Im Westen war der Rieker Bodden, nach Süden der Dreeger, im Osten war oft, nicht immer die Lommer Wieck zu sehen, nach Norden freilich nichts. Denn hier hob sich das Land sachte und kaum merklich zur Steilküste, die das Meer verdeckte…“
(„Wir hatten mal ein Kind“, 1934)

Auszug aus: Hans Fallada Lebensorte

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