Radach

Radach (Radachow, Polen), Blick über den Gutshof.

Auf dem Rittergut Radach arbeitet Rudolf Ditzen von Mai bis Oktober 1923 als Rechnungsführer. Hier lernt er den Gutsbeamten Hans Joachim Geyer kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden wird. Die Radacher Erlebnisse finden später Eingang in Falladas Meisterwerk „Wolf unter Wölfen“.

Zitate
„Geht man die Straße vom Dorf her, so kommt erst das Schloß mit dem großen alten Park… Dann folgt der Gutshof mit seinen Ställen, Scheunen, dem Beamtenhaus, wo ich, der Rendant, hause. Die Straße geht weiter, und was folgt, ist erst einmal wieder ein ganzes Stück Park, der also im Halbkreis die Hofstätte umschließt…“
(„Der Gänsemord von Tütz,1931)

„Das, was die Leute „das Schloß“ in Neuenlohe nannten, war das Haus des alten Herrn…Das Schloß war auch nur ein gelber Kasten, aber mit dreimal soviel Zimmern wie bei den jungen Leuten, und immerhin mit einer richtigen Freitreppe, einem Gartenzimmer mit Türen aus Glas bis an die Erde, der „Saal“ genannt, und einem Park.“
(„Wolf unter Wölfen“, 1937)

„Ihr Mädchen kam bald und führte mich ins Herrenhaus. Im Erdgeschoß schien eine Gesellschaft zu sein, alle Fenster waren strahlend erleuchtet. Ich wurde über die kaum beleuchtete Dienertreppe in den Seitenflügel des ersten Stockwerkes geführt, in eine Art kleines Abstellzimmer…“
(„Alte Feuerstätten“, 1946)

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